Finnland: Goldfieber im Land der Rentiere 
07.06.2006
Im finnischen Lappland wird derzeit von der kanadischen Firma Agnico-Eagle die größte Goldgrube Europas gebaut. Unter anderem gräbt Agnico-Eagle auch in einem der größten Goldfelder Kanadas in Quebec.

Das Goldvorkommen in der finnischen Provinz Kittilä wird auf drei Millionen Unzen reines Gold geschätzt. Eine Unze wiegt 29,69 Gramm und kostet zurzeit um die 380 Euro. Es wird geschätzt, dass die Grube dem strukturschwachen Gebiet um die 200 Arbeitsplätze bringen wird. In Finnland suchen bereits ca. 40 verschiedene internationale Grubengesellschaften Erze. Nach Aussage des Forschungsleitenden des Geologischen Forschungszentrums GTK Pek-ka A. Nurmi gibt es in Finnland etwa 200 vielversprechende Goldvorkommen, von denen jedoch bisher nur ein kleiner Teil genutzt wird.

Die Goldsuche hat in Lappland eine relativ kurze Tradition. Sie begann offiziell im Jahr 1868 mit dem Goldfieber am Ivalojoki-Fluss. Unter den Goldwäschern wird die Weltmeisterschaft im Goldwaschen, die vom 6. – 13.8.2006 im lappländischen Tankavaara stattfindet, vermutlich zumindest für die Zeit des Wettkampfes einen neuen Goldrausch hervorrufen. Über 600 internationale Gäste werden zu diesem Ereignis im kleinen Golddorf inmitten nordischer Wildnis erwartet. In Tankavaara gibt es auch ein Goldmuseum, in dem man etwas über die Geschichte des Goldsuchens weltweit erfahren kann.

Quellen: Helsingin Sanomat, Kesä Kaleva – AN
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